Tipps und Ratschläge zum Heilpraktiker Fernstudium

(Ausbildungsmöglichkeiten von einem Heilpraktiker Fernstudium, Videolehrgang, Inklusiv Kurse, Sonderkurse, Praxistage, Prüfungsvorbereitungen, Nachbetreuung)

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ILS Fernkurs Heilpraktiker - ohne medizinische Vorkenntnisse

ILS Fernkurs Heilpraktiker - mit medizinischen Vorkenntnissen

Gerade im Bezug auf die Weiterbildung oder eines Studienlehrgangs, bieten sich die unterschiedlichsten Möglichkeiten an. Die verschiedensten Fernlehrgänge können hierbei durch die unterschiedlichsten Institutionen absolviert werden. Eines der beliebtesten Fernstudien ist das Heilpraktikerstudium, welches entweder direkt an richtigen Heilpraktikerschulen, mit ganz regulärem Unterricht und Praxis vor Ort, als auch in Form von einem Fernkurs belegt werden kann. Gerade für Berufstätige oder Menschen mit begrenztem Zeitrahmen, sei es aus familiären als auch aus anderweitigen Gründen, ist ein Heilpraktiker Fernstudium eine sehr lukrative Möglichkeit.

Ein Studium verlangt generell nach einem zusätzlichen Zeitaufwand im Alltagsleben, engagiertem Lernverhalten, sowie natürlich der richtigen Studienstätte, die zum einen in der Regel durch eine nahe gelegene Institution, als auch für zu Hause auswählbar wäre. Eine relativ angenehme Variante der Heilpraktikerausbildung stellt das Fernstudium dar, welches von unterschiedlichen Fernschulen als so genanntes Kombistudium angeboten wird und die Fernlehrgänge durch die ZFU, der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen und geprüft sind. Die Regelstudienzeit beträgt normalerweise 2 Jahre, kann aber bei viel Ehrgeiz und Eifer bereits schon nach 12 Monaten erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen werden. Arbeitslosen wird unter bestimmten Voraussetzungen Bafög durch die Agentur für Arbeit eine Förderung im Sinne der Weiterbildung oder Umschulung genehmigt. Hierbei trägt das Arbeitsamt mindestens 50% der Kosten für die Heilpraktiker-Ausbildung. Eine genaue Info sollte beim zuständigen Sachbearbeiter eingeholt werden.

Die meisten Fernschulen bieten eine Ratenzahlung an.

Abgesehen von teils aufwendigen Reisen zur Bildungsstätte, die hierbei wegfallen, besteht während der Fernausbildung die Möglichkeit sich die Lernzeit zur idealen Stunde einzuteilen.
Ein solcher Lehrgang kann auf unterschiedliche Art und Weise absolviert werden und beinhaltet neben den regulären Lehrbriefen auch oftmals die Möglichkeit, dass nötige Fachwissen sowie die anzueignenden Kenntnisse via Videolehrgang und zusätzlichen Kursen, mit meist extra anfallenden Kosten, zu belegen. Es besteht die Möglichkeit, Sonderkurse zu belegen, in denen spezifische Zusatzkenntnisse erworben werden, sowie regelrechte Pauk- und Prüfungskurse, stellen bei einem Fernstudium kein Problem dar. In einigen Fernlehrgängen sind zudem Inklusiv-Kurse enthalten, die den Fernschüler auf bestimmte Bereiche gezielt ausbilden und keine Extra Kosten während der Studienzeit hervorrufen.

Ein wichtiger Bestandteil von dem Fernkurs ist natürlich die Praxis. Sicherlich hat der Fernschüler in den Monaten seines Studiums viel gelesen und gelernt, dennoch bedeutet dies noch lange nicht, dass diese Erfahrungswerte sich gleichwertig in der Praxis widerspiegeln. Aus diesem Grund werden Praxistage angeboten, an denen die Fernschüler zu den jeweils angebotenen Institutionen der Fernschule anreisen, um dort Dinge wie beispielsweise Blutdruckmessen, Perkussion, Untersuchungsmethoden, Injektionstechniken und vieles mehr vor Ort zu erlernen.

Die Prüfungsvorbereitung, sowie eine Nachbetreuung kann auf diesem Wege durchgeführt werden und stellt zudem eine zusätzlich explizite Chance auf das bestehen der Prüfung und der Weiterverfolgung der Zukunftspläne dar.

Voraussetzungen: Wie wird man Heilpraktiker?

Verschiedene Studien und Ausbildungen verlangen nach unterschiedlichen Voraussetzungen. In der Regel ähneln sich diese, können aber Abweichungen aufweisen. Ähnlich ist dies bei einer Heilpraktikerausbildung, da die Voraussetzungen von den jeweiligen Anbietern im kleinen Rahmen etwas variieren. Vorkenntnisse in Medizin sind dabei zwar Vorteilhaft, aber keine Bedingung.

Um nun letztendlich die Fernausbildung zum Heilpraktiker absolvieren zu können, egal ob dieses an einem allgemeinen Ferninstitut oder in einer Heilpraktikerschule absolviert wird, liegen ein paar Grundvorrausetzungen vor.

Diese wären:

• Das Erreichen von mindestens einem Hauptschulabschluss
(In manchen Schulen wird mittlerweile das Erlangen eines Realschulabschlusses verlangt)
• Der Studienteilnehmer muss das 25 Lebensjahr erreicht haben
• Einige Schulen verlangen eine bereits absolvierte Ausbildung
• Ein polizeiliches Führungszeugnis
• Ein Gesundheitszeugnis und ein Attest über Eignung in Gesundheit und Psyche

Da die Höhe der Ausbildungskosten nicht gerade gering ist und von 2600 Euro an aufwärts liegt, sollte das Finanzielle ebenfalls abgeklärt werden um einen vorzeitigen Abbruch zu vermeiden. In der Regel kann man die Gebühr hierfür in monatlichen Beträgen bezahlen. Hinzukommend einzukalkulieren wären dann noch eventuelle Zusatz und Begleitseminare, sowie die Kosten für Lehrmaterial und die Amtsärztliche Überprüfung.

Ein Heilpraktikerstudium sollte nicht als einfaches und simples Studium angesehen werden, denn am Ende geht man mit einem enormen Fachwissen und vielen Kenntnissen, sowie Fähigkeiten heraus, die dazu im Stande sind, anderen Menschen zu helfen. Die Verantwortung dabei ist groß, die Lernbereitschaft sollte es ebenfalls sein. Menschen mit einer unsteten Psyche, sowie Personen, die Unverträglichkeiten oder Ekel gegenüber anderen Erkrankungen, offenen Wunden und ähnliches Besitzen, sollten sich ihre Entscheidung gut überlegen, denn in der Praxis werden immer wieder Erkrankungen unterschiedlicher Art und Ausmaße auftauchen, die dann behandelt werden müssen.

Eine große Verantwortung gegenüber erkrankten Menschen wird hier getragen und sollte mit den notwendigen Kenntnissen erfolgen. In der heutigen zeit finden sich viele Heilpraktiker, von denen sehr viele zu früh in die eigene Praxis gegangen sind und manchen Menschen durch ihre Unwissenheit geschadet haben. Um das zu vermeiden, ist eine ernst gemeinte Ausbildung, sowie das verfolgen der Zukunftspläne gut zu durchdenken um zum einen niemanden zu schaden und zum anderen erfolgreich in seinem Tun und Haben zu sein.

Ablauf von einem Heilpraktiker-Fernstudium

(Von der Anmeldung bis hin zur Prüfung, Klausuren und Kurztests)

Ab dem Entschluss der Ausbildung bis hin zur Abschlussprüfung vergehen viele Monate in denen die unterschiedlichsten Lernmethoden und Zwischenüberprüfungen, beispielsweise anhand von Kurztests sowie regelmäßigen Klausuren geschrieben werden. Ein reguläres 2 Jähriges Fernstudium besteht meistens aus 24 Lehrbriefen, da pro Monat eine neue Thematik erlernt werden kann und dem Selbstwillen zuliebe auch sollte. Wer Wöchentlich mit einer Lernbereitschaft von ca. 15-20 Stunden voranschreitet, wird das so genannte Grundstudium des Heilpraktikers rhythmisch schnell erlernen. In jedem Lehrbrief befinden sich die verschiedenen Themenabschnitte, beginnend mit der Zelle und schreiten somit nach und nach voran, bis hin zur Erkrankung, Diagnostik und Therapie, bis letztendlich die Anmeldung zur Prüfung erfolgt. Da unterschiedliche Kenntnisse und Vorbildungen bei den Studienteilnehmern bestehen, ist natürlich eine Verkürzung von 24 auf 12 Monate möglich. Parallel oder in Einzelform, können bei einigen Fernstudiums-Anbietern Videolehrgänge genutzt werden, in denen der Schüler entweder den Videolehrgang begleitend zum eigentlichen Fernunterricht nutzt oder das gesamte Studium in Form des Videolehrgangs absolviert. Hierzu erhält er dann monatlich statt der Lehrbriefe, die Lehrvideos, in denen der gesamte Unterrichtsstoff erklärt wird und Beispieltabellen sowie Anatomische Zeichnungen und ähnliches gezeigt werden.

Um eine eigene Kontrolle über das erlernte Fachwissen zu erlangen, befinden sich am Ende eines Lehrbriefes immer Selbstkontroll- bzw. mögliche Prüfungsfragen. Durch diese wird es dem Studienteilnehmer ermöglicht, den erlernten Stoff zu kontrollieren und festzustellen wo vielleicht noch Schwächen oder Lernbedarf besteht. Ebenfalls stehen in der Regel Dozenten zur Verfügung, die telefonisch an gewissen Tagen und Uhrzeiten, zwecks offener Fragen zum Lernstoff bereitstehen. Gerade diese Möglichkeit ist zu empfehlen, denn nicht selten gewinnt der Studienteilnehmer den Eindruck, dass er den zu lernenden Lehrstoff zwar erlernt hat, aber nicht komplett verstanden oder die Verbindung zwischen den einzelnen Themenbereichen des Lehrbriefes nicht finden oder zusammensetzen kann. Einige Kurztest, sowie eine Zwischenprüfung geben bereits erste Aufschlüsse, wie weit der derzeitige Lernkonsum eingeflossen ist. Im Normfall erfolgt diese Zwischenprüfung nach 12 Monaten, es sei denn der Studienteilnehmer lernt so intensiv und besitzt bereits die nötigen Vorkenntnisse um ein Heilpraktikerstudium bereits nach 12 Monaten mit der Amtsärztlichen Überprüfung abzuschließen, dann erfolgt die Zwischenprüfung schon nach 6 Monaten. Wenn alle 24 Lehrbriefe, sowie die dazugehörigen Begleitseminare und Praxistage absolviert wurden, findet nach 2 Jahren dann die Amtsärztliche Überprüfung statt. Die Kosten hierfür trägt der Teilnehmer selbst und sollte um weitere Prüfungskosten zu sparen, gut vorbereitet zu dieser Überprüfung erscheinen, da unter anderem recht brikäre Fragestellungen auftauchen, die aber in den so genannten Prüfungsvorbereitungskursen erprobt werden und ein durchfallen verhindern sollten. Wer sich gut vorbereitet hat, kann durchaus problemlos die Amtsärztliche Überprüfung bestehen.

Gerade bei einer Fernausbildung werden der Ehrgeiz und die Bereitschaft des ständigen Lernens vorausgesetzt und sollte auch unbedingt eingehalten werden. Es bieten sich je nach Studium natürlich die verschiedensten Lernmöglichkeiten an, dennoch besitzen alle einen gewissen Grundpegel. Sämtliche Möglichkeiten während des Studiums die zum erfolgreichen Lernen beitragen, sollten genutzt werden. Zu diesen zählt neben den regulären Lehrbriefen und Kontrolltests auch die Betreuung und hilfreiche Lernkurse, die begleitend angeboten werden.

Nicht jeder besitzt während der Studienzeit die Chance in Ruhe zu lernen. Dies können Ursachen aus familiären Gründen, beispielsweise Kinder, sowie aus beruflichen Gründen sein, wenn das Studium während eines regulären Arbeitsverhältnisses aufgenommen wird. Ebenfalls ist mit Anschaffungen von weiteren Büchern zu rechen, die neben dem zusätzlichen Wissen oftmals noch deutlichere Erklärungen enthalten, gegebenenfalls sogar Anschauungsmaterial in Bild und Filmform.

Wichtig ist es, sich Zeiten zu setzen, wie viel und wann man in der Woche oder am Tag lernen kann. In dieser Zeit sollte allerdings die Möglichkeit der absoluten Ruhe bestehen und Unterbrechungen durch Kinder oder Termine vermieden werden. Wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, bieten sich bereits die ersten Stunden am Morgen ideal zum lernen an. Ebenfalls am Nachmittag oder Abend, wenn der andere Partner zu Hause ist oder eine Betreuung der Kinder sicher gestellt wäre, finden sich Möglichkeiten des lernen. Da der menschliche Körper allerdings am Tage viel erlebt, ist bei vielen Menschen das Lernen am Abend nur mühsam und bildet schlimmstenfalls einen innerlichen Druck, der den Lehrstoff zwar aufnimmt, aber nicht wirklich verarbeiten wird. Die ideale Zeit zum Lernen bietet sich am Morgen bzw. zwischen Morgen und frühem Mittag. Absolviert jemand ein Heilpraktiker-Fernstudium während seiner regulären Arbeit, so besteht eine doppelte Belastung und es sollte nach der Arbeit bis zu beginn des Lernens mindestens eine Stunde dazwischen liegen, da ansonsten der Kopf die erlernten Dinge nicht verarbeiten, geschweige denn behalten wird. Auch ist es ratsam dann in der zu lernenden Zeit die Möglichkeit zu besitzen hier absolute Ruhe zu erhalten und Störungen zu unterbinden. Kaffee ist zwar der Studenten liebstes Getränk, macht den Körper allerdings nervös und unruhig, sodass ein gutes Auffassungsvermögen selten garantieret werden kann. Zwischenmahlzeiten machen den Kopf frei und geben neue Energieschübe.

Ordner mit den verschiedenen Lehrbriefen, sowie Ordner mit den jeweils geschlossenen Bereichen wie Organe, Zellfunktion, Erkrankungen und weiteres mehr, sollten zusätzlich angelegt werden, um einen guten Überblick zu erhalten. Ebenfalls sind Karteikarten welche es zum einen für die Prüfung, als auch in den verschiedensten Anatomischen Bereichen im Handel gibt, eine tolle Lernunterstützung. Wer dabei das Geld sparen möchte, kann diese Karteikarten selber anlegen und immer wieder zwecks Auffrischung nutzen.

Besteht die Möglichkeit der Betreuung durch einen Dozenten, so sollte diese unbedingt genutzt werden, um nicht verstandenen Lehrstoff zu verstehen. Manchmal besitzen die Dozenten einfachere Erklärungen, die den Lehrstoff simpel erklären. Desweiteren bieten Videos oder DVD´s eine sehr gute Lernmethode, da Bilder und Tabellen sich leichter einprägen lassen, als Texte. Nutzt man diese gemeinsam, bietet sich ein ideales Studium mit vielen Grundkenntnissen und Fachwissen.

In den meisten Fernschulen werden als Lehrbücher der Pschyrembel (unabdingbar!), Naturheilpraxis heute (Lehrbuch und Atlas) , Atlas der Anatomie des Menschen, Innere Medizin- Fragen und Antworten, sowie Anamnese und Befund empfohlen, die wirklich ein sehr hilfreiches Material sind. Neben diesen Fachbüchern bieten sich weitere Ergänzungen wie beispielsweise

• Lexikon der Heilpflanzen
• Praktische Kardiologie
• Auskultation und Perkussion (Inspektion und Palpation)
• Kompendium – Innere Medizin für Heilpraktiker
• Kompendium für Heilpraktiker Prüfung
• MSD – Manual und Diagnostik der Therapie
• Prüfungsfragen für Heilpraktiker
• Heilpraktikerprüfung – Lernkarten
• Heilpraktiker werden aber wie? (Existenzgründung, Praxisführung usw.)

Ältere Bücher, sei es auf Trödelmärkten oder Antiquariaten, sind während der Ausbildung zu empfehlen, da man mit diesen einzelne Bereiche vertiefen kann und dadurch ausgiebigeres Fachwissen erlangt. Ein Lernen und Weiterbilden aus anderen Quellen, während der Heilpraktikerausbildung ist zudem unabdingbar. Die Interessen in einzelne Themenbereiche werden automatisch steigern und die Neugierde auf mehr Wissen wird sich bemerkbar machen. Dennoch dürfen dabei das reguläre Grundstudium und die zu lernenden Materialien, nicht auf der Strecke bleiben.

Empfohlene Sonderkurse und Begleitseminare während der Ausbildung

(Paukkurs, Injektionskurse zum Erlernen der Injektionstechnik, körperliche Untersuchung, Therapien, Akupunktur etc.)

Während der Ausbildung wird man schnell feststellen worin die Stärken und die Schwächen liegen. In einer regulären Studienzeit sind bei den ein oder anderen Fernlehrgängen verschiedene Kurse inklusive, oder können im Nachhinein dazu genommen werden. Da die Empfehlung von unterschiedlichen Begleitseminaren und Kursen angebracht ist, sollte im Vorfeld schon überlegt werden ob nicht ein Kompaktstudium, welches in der Regel etwas höhere Kosten aufwirft, aber dafür eine intensivierte Ausbildung bestückt, ausgewählt wird, als das im Nachhinein die verschiedensten Kosten für Extrakurse oder Begleitseminare aufgewendet werden müssen.

Integriert im Studium sind zumeist der Injektionskurs, bei dem wertvolle Informationen über die unterschiedlichen Injektionstechniken, sowie praktische Übungen, vermittelt werden. Ebenfalls ein Kurs oder Begleitseminar der körperlichen Untersuchung, bei der das Blutdruckmessen, Anamnese und Diagnostik, sowie Fallbeispiele mit praktischen Übungen, ein wichtiger Bestandteil des Studiums, erläutert und geübt werden. Hinzukommend sollte dann wenn möglich, Begleitseminare besucht werden, die den Interessen und Fähigkeiten des Studienteilnehmers entsprechen. Dies kann z.B. ein Kurs zum erlernen der Akupunktur darstellen, aber Bioresonanztherapie oder Elektrofeldtherapie, werden immer häufiger von Absolventen des Studiums mit hineinbezogen. Zu den gängigsten bereits im und außerhalb des Studiums enthaltenen Kursen gehören unter anderem:

• Injektionskurs
• Körperliche Untersuchung mit Anamnese und Diagnostik
• Punktionskurs (das Erlernen der Punktionstechniken)
• Praxiskurs
• Techniken der Anamnese (Palpation, Perkussion, Inspektion, Auskultation, Blutdruck und Pulsmessung usw.)
• Laborwerte deuten und verstehen
• Kurs zur Berufs und Gesetzeskunde des Heilpraktikers
• Grundlegendes zur Praxis und Hygiene
• Impf- Behandlungs und Sicherheitsvorschriften

Es finden sich zu sämtlichen Bereichen des Studiums noch weitere Intensivkurse und Begleitseminare, die nach Interessen und Kenntnissen während des Studiums absolviert werden können. Wem sich die Möglichkeit bietet diese Kurse zu nutzen, der birgt für sich und seine Zukunft einen enormen Vorteil. Allerdings dürfen dabei die anderen Grundlegenden Fachkenntnisse nicht benachteiligt werden, denn nur mit einem kontinuierlichen Lernen und Wissen ist ein bestehen der Amtsärztlichen Überprüfung möglich.

Um die ehemaligen Heilpraktikerschüler nach bestandener Überprüfung nicht einfach in das kalte Wasser zu werfen, werden bereits während der Studienzeit wertvolle Ratschläge und Tipps, sowie Begleitseminare angeboten, die einen relativ problemlosen Einstieg in eine Heilpraktikerpraxis ermöglichen. Diese Seminare gehen einher von Gesetzesregelungen bis hin zu Abrechnungsmöglichkeiten und weiteren wichtigem Wissen. Ebenfalls werden eventuelle Kontakte zu anderen Heilpraktikern hier vermittelt, da es nach Bestehen der Überprüfung erst einmal viel Sinn macht, sich in eine bereits bestehende Heilpraktikerpraxis einzusteigen. Ab hier beginnt die praktische und vor allem Verantwortungsvolle Aufgabe, die Untersuchung, Diagnostik und Therapie am Menschen.

Vorbereitung auf Die Amtsärztliche Überprüfung und Überprüfungsablauf

(Prüfungsablauf, Voraussetzungen und Kosten, Bestehen und Nichtbestehen der Prüfung, Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung)

Viele machen sich unnötige Gedanken über den Tag der Amtsärztlichen Überprüfung.
Natürlich sind die ein oder anderen Gedankengänge berechtigt, denn in den letzten 12 oder 24 Monaten wurde eine Menge an Wissen und Fachkenntnissen aufgenommen, was nun seine Früchte ernten soll. Wer sich ausgiebig während des Studiums vorbereitet hat, eventuelle Kurse oder Begleitseminare absolviert und hinzukommend die Paukkurse oder Prüfungskurse genutzt hat, der darf der Prüfung in so fern etwas gelassener entgegen sehen, denn alles mögliche wurde vereint und wird lediglich Überprüft. Es tauchen Fragen bezüglich der Anatomie, der Psychologie, der Anatomischen Pathologie, Krankheitslehre, Diagnostik, Techniken, Gesetzeskunde und vieles mehr, während der Prüfung auf. Die stattliche Prüfung teilt sich in zwei Teile auf, in einen schriftlichen und in einen mündlichen und sollte frühzeitig beantragt werden, da mitunter längere Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Zum regulären Grundbestand der auftauchenden Prüfungsfragen werden einige Bereiche gezielt kategorisiert, sodass die Möglichkeit besteht sich in gewissen Dingen extremer vorzubereiten.

Die wären:

• Grundkenntnisse der Anatomie
• Grundkenntnisse der allgemeinen Krankheitslehre und Entstehung
• Anamneseerhebung
• Labortechniken und Kenntnisse
• Injektionstechniken und Punktion
• Reflexprüfung
• Praxishygiene inkl. Desinfektion und steriles arbeiten
• Berufs und Gesetzeskunde (ganz wichtig !)

Die Amtsärztliche Überprüfung kostet natürlich Geld und von Bundesland zu Bundesland finden sich unterschiedliche Gebühren. In der Regel sollte man hier mit Kosten von ca. 300- 650 Euro rechnen. Alleine schon um ein erneutes Kostenaufkommen zu sparen, sollte man erst zur Amtsärztlichen Überprüfung gehen, wenn man sich sicher fühlt.

Nicht selten ist aus unterschiedlichen Gründen ein Nichtbestehen der Prüfung möglich. Dies kann schon an Kleinigkeiten oder Unachtsamkeiten liegen, die während der Überprüfung stattfinden. Eine erneute Antragstellung ist natürlich nach Intensivierung wieder möglich. Statt den Kopf hängen zu lassen, sollte hier noch einmal gezielt auf die Lücken eingegangen und alles in einem Paukkurs oder Prüfungsvorbereitungskurs, wiederholt werden. Auch das verfolgen von anderen Kursen und Begleitseminaren kann hier zu einer erfolgreichen Überprüfung führen, wenn es im Vorfeld noch nicht genutzt wurde. Natürlich entstehen dadurch dann erneute Kosten, die man sich vielleicht mit einem Kompaktstudium hätte sparen können, oder zumindest reduzieren.

Erste Schritte und Heilpraktiker Verdienst

(Wie geht es nach der Prüfung weiter? Einstieg in die eigene Praxis sinnvoll? Kosten und Vorschriftenkatalog für die eigene Praxis etc.)

Nach bestandener Amtsärztlichen Überprüfung und der daraus resultierenden Zulassung als Heilpraktiker – stellt sich jetzt die Frage, ob nun eine eigene Praxis eröffnet wird, oder ob es eine bessere Alternative ist, sich in eine bereits bestehende Heilpraktikerpraxis zu integrieren. Es wurde zwar viel Wissen und Fachkenntnisse angeeignet, wahrscheinlich einige Kurse und Begleitseminare belegt, aber die reguläre Praxiserfahrung ist hier noch nicht zu 100% ausgereift. Ebenfalls bedeutet die Anschaffung einer eigenen Praxis enorme Kosten. Eine Räumlichkeit muss zur Verfügung stehen, bestimmte Geräte, Medikamente und viele weitere Utensilien, die jede Menge Geld kosten.

Hinzukommend bestehen gewisse Vorschriften, zur Eröffnung einer eigenen Praxis.
Diese reichen von Hygienevorschriften und Sterilisation bis hin zu Werbevorschriften, denn als Heilpraktiker darf man noch lange nicht alle Werbearten nutzen. Die Frage ob man eine Zusammenarbeit oder als „Einzelunternehmer“ tätig wird, ist dabei ein wichtiger Punkt. Eine Praxisgemeinschaft stellt hier alleine aus Kostengründen die beste Alternative dar. Alternativ kann die eigene Praxis zu Hause liegen und die nötigen Utensilien aus zweiter Hand gekauft werden. Hierzu finden sich viele Internetbörsen, in denen diese angeboten werden.

Um jedoch Fehler und Unkenntnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich hierfür einen Fachmann hinzuzuziehen, der ausgiebig über das geplante Vorhaben berät und hilfreich zur Seite steht. In der Regel findet eine Weiterbetreuung durch die Heilpraktikerschule oder dem Fernkursanbieter statt und es werden wichtige sowie hilfreiche Wege zur eigenen Praxis aufgezeigt.

Eine Förderung ist durch das Arbeitsamt möglich, die die Kosten der Praxis übernehmen. Fragen Sie hierfür nach den Förderbedingungen.

Wie hoch ist der Verdienst?

Das kann so pauschal nicht gesagt werden, denn zunächst muss der Heilpraktiker bekannt werden - es gibt natürlich keine bessere Werbung als die Mund zu Mund Propaganda - hierfür ist eine gewisse Anlaufzeit einzuplanen. Des Weiteren hängt das Einkommen von der Größe des Einzugsgebiets, Lage, Konkurrenz- und Einkommenssituation der Bevölkerung ab. Renommierte Heilpraktiker haben ein sehr gutes Einkommen.

Tipp: Damit Ihre Ausbildung erfolgreich verläuft, sollten Sie sich nur bei langjährig etablieren Anbietern einschreiben – so sind Sie auf der sicheren Seite. Das Internet bietet sich hier als gute Infoquelle an.